Ungeordnete Berichterstattung
August 13, 2009
Ich poste hier mal wieder, um verlauten zu lassen, dass ich nicht verschollen bin oder keine Lust habe dieses Blog am Laufen zu halten, sondern stattdessen einfach sehr sehr viel vorhabe, was mir nicht die Muße lässt, hier über alles Aktuelle zu schreiben (was ich eh nicht tue; also ALLES Aktuelle).
Bei der nächsten GROSSEN Gelegenheit werde ich also einen verhältnismäßig gigantischen Artikel über meinen Sommerurlaub in Begleitung vieler toller Leute verfassen, gefüllt mit Sonne, Regen, Festivals, Alkohol, Frankreich, gutem Essen und ein paar Fotos!
Vorerst aber geht es hier und jetzt darum, dass ich just in diesem Augenblick in Holzhausen an Tante Candy’s Mac sitze um eventuell letzte organisatorische Fragen bezüglich der nächsten Tage zu klären. Denn ab morgen heißt es mal wieder:
It’s Stemwede Open Air Time!
Alle, die dieses wundervolle Festival nicht kennen – selber Schuld. Ich werde jedenfalls genussvoll die nächsten 3 Tage (mindestens) verbringen und hoffe, dass das alles so geht die ebenfalls dort auftauchen.
Und damit dieser Artikel nicht so langweilig und unbunt daherkommt, etwas zum Thema:
Having A Ball
Juni 30, 2009
Da es als Lebensabschnitt, der nun zuende ist, doch recht wichtig scheint, berichte ich hier nun noch einmal über das vergangene Wochenende. Am Samstag fand die offizielle Zeugnisvergabe und Abiturienten-Entlassung des Abiturjahrgangs am Ceci statt. Das ganze wurde mehr oder auch weniger feierlich angelegt, was auch die Bekleidung der meisten Anwesenden widerspiegelte. Viele ließen sich jedoch nicht lumpen und erschienen eher feierlich gekleidet, zusammen mit Eltern oder Geschwistern oder Großeltern. Die Zeremonie beinhaltete einige Reden (von denen nur eine zu ertragen war) sowie ein paar Musikbeiträge (die auch nicht alle schön anzuhören waren). Dann wurden LK für LK die Zeugnisse und eine Rose vergeben. Natürlich war der Französisch LK (meiner) als letztes an der Reihe. Und natürlich habe ich mir beim Entgegennehmen der Rose mir einen der Dornen heftig in den Daumen gebohrt. Von einer Blutvergiftung bin ich allerdings verschont geblieben… C’est la vie.
Erfreulich ist allerdings, dass ich ab dem Zeitpunkt, in dem ich mein Zeugnis in den Händen hielt, offiziell und endgültig nicht mehr an meinen Schule in irgendeiner Form gebunden bin. Ich bin jetzt nicht mehr Schüler, sondern hoffentlich irgendwann in absehbarer Zeit Student. Ein gutes Gefühl. Und ein kleiner Bonus ist, dass ich mit meinem Französisch-Abschluss in Frankreich an einer Hochschule studieren darf (betonung auf dürfen), und zwar ohne eine Sprachprüfung absolvieren zu müssen!
Am darauffolgenden Abend sollte dann der traditionelle Abiball stattfinden. Der Eintritt kostete pro Person 25 Euro, inklusive war das Buffet und der Empfangssekt, den wir allerdings verpasst haben. Genau wie das ominöse „Foto“ welches gemacht wurde als wir gerade ankamen. Wir, das waren am Sonntag Abend meine Eltern, meine kleine Schwester, Hannah (mein Mädchen) und ich. Passend fein gekleidet begaben wir uns nach Gütersloh zur Tanzschule Stüwe Weissenberg um noch einmal die Gesellschaft der Menschen zu genießen/ertragen, die meine schulische Laufbahn 9 Jahre oder mehr begleitet haben. Es wurde gegessen, getrunken, geredet, getanzt und um 0030 am Morgen nahmen Hannah und ich (nachdem der Rest der Familie schon mit dem Auto gefahren war) den bereitgestellten Shuttle-Bus nach Hause. Im Bus waren schon sage und schreibe 6 Menschen (7 mit Busfahrerin), wofür ich mich dann doch ein bisschen schämte, so als erster zu fahren. Aber was solls, ich hatte meinen Spaß.
Ich habe sogar getanzt! Erst habe ich davor sehr gezögert, aber dann zwang mich mein Stolz wohl dazu, außerdem wollte ich meine Hannah nicht enttäuschen, da sie schon fast eine Profi-Tänzerin ist! Und als dann auch noch „Bilie Jean“ von Michael Jackson über die Boxen erklang, musste ich mich einfach überwinden und wir sind für ein paar Lieder auf und über die Tanzfläche gestürmt. Es war schließlich auch nicht so, als hätte die Mehrheit tanzen können; die meisten machten rhythmische Bewegungen in einem Halbkreis grinsender Ex-Schüler.
Zum Abschluss (haha) noch ein Bild von uns vor den Eskapaden des Abiballs. Ist Hannah nicht wunderhübsch? :)

Chaos
Juni 22, 2009
Vergangenen Donnerstag war, aus Gründen der Freude über ein bestandenes Abitur (in den meisten Fällen), in der Schule der sogenannte „Chaostag“ angesagt. Organisatorisch wusste ich vorher wenig darüber, denn das zuständige Komitee hatte sich diesbezüglich in Schweigen gehüllt. Mysteriös!
Ich wusste nur, dass man ab 7 Uhr in der Frühe an der Schule auftauchen sollte. Das bedeutete für mich Ankunft um 7:30. Schließlich musste ich vorher noch kurz etwas zu trinken einkaufen. In diesem Fall natürlich Bier, denn an Chaostagen gehört sich so etwas und es ist auch eine einmalige Erfahrung – alkoholisiert so früh am Morgen und dann auch noch in/neben/bei der Schule! Es wurde jedenfalls kräftig Party gemacht (für Ceci-HG-Verhältnisse) und auch die Aula Action mit den ausgesuchten Lehrern unserer Stufe war sehr gut geplant und durchgeführt. Highlights waren Zitateraten, Bauchtanz oder Waden-Betatschen der Lehrer, wovon ich allerdings aus Gründen der persönlichen Rechte hier allerdings keine Bilder von zeigen werde.

Die Ceci-Stufe nutzt dreist den roten Teppich des HGs für ein Gruppenfoto.
Danach zerstreute sich alles ein wenig; manche pilgerten zum Helmholtz oder gingen nach Hause, viele tranken weiter. An der Nachbarschule wartete unsere Stufe ebenfalls brav darauf, dass die anderen Schüler ihre Aula-Party beenden konnten, um sich dann zu vermischen oder weiter aufzulösen.

I have holidays everyday: Freiheitliche Botschaften stimmen die Chaos-Schüler fröhlich.
Eine Gruppe (bestehend aus Helmholtz und Ceci-Schülern) zog dann wiederum zurück ans Ceci, um die Unterstufenschüler mit Süßigkeiten zu beglücken, die kurzerhand zu Projektilen umfunktioniert wurden, um die „Kleinen“ damit zu bewerfen.

Inzwischen wusste keiner mehr so genau, was jetzt noch gemacht werden sollte, also chillte ich mit Daniel zum Helmholtz zurück, wo eine wundervolle Verwüstung angerichtet worden war:

Wir hatten unseren Spaß, indem wir uns in Zeitungshaufen vergruben und versuchten, Leute zu erschrecken (was nur einmale mittelmäßig klappte) oder dem kuhlen Hopper beim Zeitungslesen zuschauten. Dazu gab es Dosenbier. Das Gefühl insgesamt war einfach recht überwältigend und jeder sollte Abitur machen, nur um einen Chaostag zu erleben.

Ed und Daniel genießen das Chaos in vollen Zügen.
Wichtige Utensilien:
- Bier
- Musik
- Menschen
- Süßigkeiten
- 2 rivalisierende Schulen
- eine Nebelmaschine
- Bier
- mit Zeitung o.ä. vollgespofte Räume und Flure
Prost!
Caught in a motion that I don’t wanna stop
Juni 16, 2009
So fühlte ich mich, als ich zusammen mit Daniel, Merle und Hannah am 1. Juni beim Open Air Festival in Essen-Werden dem Auftritt von der Norwegisch-Deutschen Band „The Whitest Boy Alive“ beiwohnte. Die Musik war auf eine primitive house-electro-artige Weise so rhythmisch, dass man sich quasi zum Tanzen oder zur Bewegung gezwungen sah. Jedoch würde ich nicht drauf stehn, wenn es nur das wäre: Zum anderen ist der Klang der Band vielmehr als stumpfer Electro-Sound, denn Elektronik wird bei TWBA nur soviel eingesetzt wie nötig. Die meisten Lieder bauen auf einem soliden Drumbeat auf, dem durch eine richtig funkige Bassline richtig Pfiff verliehen wird. Darüber liegen dann wahlweise fette, sanfte, harte, eckige oder filigrane Klanggebilde aus meist sehr cleanen Gitarrenklängen und den Keyboards. Hierzu gehört auch der wunderbar weiche, gewohnte Klang eines Fender Rhodes – neben fetzigen Synthie-Klängen.
Und die Krönung dieser Kombination (vor allem live) ist Erlend Øye – der norwegische Kopf der Band. Der Typ hat auch viel Solo-Zeug gemacht und ist außerdem Gitarrist und Sänger der Band „Kings of Convenience“ – auch sehr zu empfehlen. Er hat die perfekte Stimme für den Klang von TWBA, was das ganze zu einem Ganzen macht. Und außerdem ist er so ein hardcore-Nerd, dass er schon wieder cool ist. Seine Tanzeinlagen oder wenn er nicht weiß, in welcher Stadt der gerade spielt, sind der Hammer.
Und was ist das beste? Das beste ist, dass ich diese Band in Begleitung der gleichen tollen Menschen beim Melt! Festival im Juli sehen werde – davon ist jedenfalls auszugehen, gesetzt den Fall wir werden dort nicht völlig zerquetscht, denn TWBA ist anscheinend schnell zu einer echten Szene- oder Kultband geworden.
Ich lege diese Band allen Freunden und Freundinnen von Indie/Pop/Rock/Electro Musik wärmstens ans Herz und stelle hier mal Links als Hörbeispiele zur Verfügung. Überzeugt euch selbst!
Meine persönlichen Titelempfehlungen: Burning, Fireworks, Above You, Courage

TWBA beim Open Air in Essen-Werden. Copyright 2009 E. Haspelmann
